Sonntag, 23. Juni 2013

Tag 11, 12, 13, 14 und 15

So, nach langer Abwesenheit heute wieder ein Post. Wie gestern kurz erwähnt, gibt's hier tatsächlich noch Hotels bzw. Motels ohne freien Wi-Fi Anschluss und zahlen wollten wir nicht.

Aber nun zur ganzen Geschichte:

Montag Abend haben wir noch über Onlineportal ein Zimmer für Salt Lake City reserviert, weil wir uns gedacht haben, dass es so einfacher ist. Also sind wir am Dienstag nach SLC gefahren zu diesem Motel. Es war etwas nördlich von SLC, das war aber ganz gut, weil wir dann am nächsten Tag nicht mehr so weit hatten. Die Überraschung kam jedoch, als wir dort ankamen, da hieß es nämlich plötzlich, dass sie mit diesem Portal nicht zusammen arbeiten und keine Reservierung von uns hätten. Frage: Warum wird das Motel dann dort angeboten? Ich weiß es nicht, aber zumindest hatten wir Glück, das reservierte Hotel wär erst beim Einchecken zum bezahlen gewesen und so hatten wir da keine Nachteile. Wir haben auch ein Zimmer bekommen, zum selben Preis. Alles gut also. Nachdem wir noch viel Zeit hatten, Stefan aber nicht nach SLC wollte, sind wir zu einem nahegelegenen Outlet gefahren und haben ein bisschen geshoppt :)

Mittwoch ging's dann los zum Yellowstone Nationalpark. So sahen unsere Zelte aus, wir hatten eines der Tipi-Zelte links. 


Die erste Nacht war furchtbar, der Wind ging so heftig und es hat geregnet, so dass wir, als wir ankamen erstmal nicht ins Zelt durften. Die ganze Nacht ist der Wind so heftig gegangen, dass ich regelmäßig dachte das Zelt fällt gleich um. Wir haben beide fast nicht geschlafen in dieser Nacht. Die nächsten beiden Nächte waren allerdings besser und wir haben sehr gut geschlafen. Was leider nicht besser wurde waren die Temperaturen. Wir sind am Mittwoch morgen in Salt Lake City bei ca 30 Grad ins Auto gestiegen, mit kurzer Hose und T-Shirt und am Yellowstone bei etwa 10-15 Grad wieder ausgestiegen - wenn's überhaupt so warm war. Als erstes haben wir für Stefan eine lange Hose gekauft, weil er keine dabei hatte. Nachts hatten wir Temperaturen um den Gefrierpunkt, glücklicherweise gabs richtig schön warme Schlafsäcke, so dass es nicht kalt wurde.

Hier noch ein kleiner Einblick von Montana auf dem Weg zum Yellowstone.


Leider haben wir uns am Anfang etwas verfahren, dafür hatten wir gleich eine nette Begegnung mit einem Bison, das stand einfach neben uns an der Straße.


Am Donnerstag haben wir uns dann aufgemacht zu den Geysiren. Total beeindruckend sag ich euch. 

Hier ein Foto von einer heißen Quelle

Natürlich haben wir uns auch den wohl berühmtesten Geysir aus dem Yellowstone, 'Old Faithful', angesehen. Zuerst hat er uns richtig lang auf die Folter gespannt, es hat ca 15 - 20 Minuten gedauert vom ersten leichten Wasser spucken bis zum richtigen Ausbruch. Überall haben Kinder schon versucht, auf ihn einzureden: "Come On Old Faithful, Come on". Es war richtig süß?



Freitag sind wir in die andere Richtung gefahren, hinauf zu 'Mammoth Lakes' und den Wasserfällen. Auf dem Weg dahin mussten wir plötzlich mal wieder stehen bleiben. Jetzt ist das eigentlich nichts besonderes, vor allem am 2ten bzw 3ten Tag im Park, weil man regelmäßig auf eine Gruppe Hirsche oder Bisons trifft. Normalerweise geht es aber langsam weiter, diesmal mussten wir aber komplett stehen bleiben, bis uns dann auf einmal das hier entgegen kam:


Eine Herde Büffel ist mitten auf der Straße gewandert. Geschützt von zwei Wagen mit Rangern haben diese beeindruckenden Tiere einen Stau von mindestens 2-3 Meilen ausgelöst. Gut, dass wir ihnen nur entgegen kamen und nicht hinter ihnen her mussten. 

Später hatten wir sogar noch das Glück und eine Schwarzbärin mit zwei Jungen und einen Grizzlybären zu sehen. Leider hab ich von denen kein Bild, die Schwarzbären waren zu weit weg um überhaupt ein richtiges Foto zu bekommen und der Grizzlybär hat sich wieder im Wald versteckt bis ich ausgestiegen war. 
Eine Asiatin hat gemeint sie ist ganz klug und in die Wiese Richtung Grizzlybär gelaufen, um noch ein Foto zu bekommen. Ich hab mir noch gedacht, dass die ganz schön leichtsinnig ist, da hat man schon den Ranger, der die ganze Aktion überwacht hat, schreien hören, dass sie zurück zur Straße gehen soll.

Eigentlich wollten wir heute zurück Richtung Salt Lake City fahren. Allerdings haben wir es uns kurzfristig anders überlegt und statten jetzt erstmal 4 der ehemaligen US-Präsidenten einen Besuch ab. Wisst ihr, wo wir gerade sein könnten? Was ich heute auch gelernt habe, Tornados gibt's nicht nur im mittleren Westen sondern auch westlich der Rockies. Wir sind Gott sei Dank keinem begegnet, aber auf unserer Strecke gab es teilweise Tornado Watch Warnings und auch jetzt besteht wohl so eine nördlich von uns. Es hat auf dem Weg hierher die ganze Zeit geschüttet, was ging. Gut, dass uns das heute passiert ist, als wir eh nur im Auto saßen. Bei uns ist allerdings alles ruhig jetzt, das Unwetter hat sich verzogen. 
Was mich total überrascht hat, es gab Abschnitte, da lag Schnee, und zwar frischer!!! So schnell wie der gekommen ist, war er aber auch wieder verschwunden.

Morgen geht's weiter. 


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